Neue Generation der Elektronische Leselupe – Der Snow 4.3 von Zoomax (German)

Der Snow 4.3 von Zoomax

Der Snow 4.3 von Zoomax


Posted by Martina Schlegl 28. Mai 2014 from blindlife.de



Gestochen scharfes Kamerabild, eine Standvorrichtung, die es ermöglicht, während des Lesens auf dem Schriftgut Notizen zu machen und dabei die angenehme Größe eines Smartphones.


Der Snow 4.3, kurz Snow, hergestellt von der Firma Zoomax eignet sich in seiner Funktion als Leselupe hervorragend als mobiler Begleiter.


Die weit verbreitete Technologie der Lesehilfen macht ständig Fortschritte. Und ist bemüht, jene Hilfsmittel sowohl einfach und bequem bedienbar, als auch handlich und somit leicht transportabel zu machen.


Der Snow von Zoomax ist ein gutes Beispiel dafür. Er besitzt eine Bildschirmgröße von 4,3 Zoll und kann das durch die HD Kamera angezeigte Bild bis zu 16-fach vergrößern. Mit seinen nur 205 Gramm eignet er sich optimal als mobile Lesehilfe und fällt durch sein einfaches Design kaum mehr auf, als ein herkömmliches Smartphone.


Einfache Handhabung

Der Snow ist nach kurzem Tastendruck sofort einsatzbereit. Er besitzt zudem lediglich vier weitere Steuerungsknöpfe: Jeweils einen, um das angezeigte Bild zu verkleinern oder zu vergrößern, einen, um ein anderes Farbschema einzustellen und einen, um das Bild einzufrieren.


Es gibt, neben der normalen Ansicht, insgesamt sieben verschiedene Farbschemata, beispielsweise weiße Schrift oder Konturen auf schwarzem Hintergrund, grüne Konturen schwarzem Hintergrund oder schwarze Konturen auf gelbem Hintergrund.


Das Farbschema kann individuell so eingestellt werden, wie es dem jeweiligen Nutzer angenehm ist. Die Taste zum Einfrieren des Bildes speichert die jeweilige Ansicht auf dem Bildschirm, sodass diese länger in Augenschein genommen und damit genauer betrachtet werden kann. Erst, wenn die Taste ein weiteres Mal gedrückt wird, wechselt der Snow wieder in die normale Ansicht. Fotos machen kann man auf diese Weise leider nicht.


Lesen und notieren

Zusätzlich zu der hervorragenden und gleichzeitig sehr dezent angebrachten Kamera besitzt der Snow außen auf der rechten Seite eine Standvorrichtung, die, sofern sie ausgeklappt ist, das Gerät schräg auf dem Schriftgut stehen lässt.


Dies hat zwei Vorteile: Einerseits kann der Snow bequem auf dem Schriftgut abgestellt und zum Lesen lediglich hin und her geschoben werden, anstatt ihn ständig in der Hand zu halten.


Andererseits bietet dies aber die Möglichkeit, sich zusätzlich zum Lesen auf der Unterlage Notizen zu machen. Der Ausklappwinkel der Standvorrichtung ist gerade groß genug, als dass ein Stift darunter passt und auch bequem geführt werden kann.


Man kann also beispielsweise in einem in Schwarzschrift vorliegenden Text eine Zeile anstreichen oder sich in sonst einer Form markieren oder aber direkt eine Bemerkung dazu schreiben.


Zudem eignet sich diese Funktion des Snow hervorragend, wenn man auf einem Schriftstück eine Unterschrift leisten möchte.


Man muss bei alldem natürlich trotzdem aufpassen, dass man beim Führen des Stiftes nicht aus Versehen sein Gerät zur Seite stößt. Zum Schreiben längerer Texte mit der Hand eignet sich der Snow als Hilfe nicht.


Praktischer und unauffälliger Helfer

Hilfsmittel gibt es viele, doch eines ihrer größten Mankos ist es seit jeher, dass sie als solche zu erkennen sind und deshalb diejenigen, die eigentlich auf sie angewiesen sind, Scheu haben, sie zu benutzen.


Der Snow ist zwar nicht neu, er erweist sich jedoch bereits nach kurzem Testen als sehr handlich und gleichzeitig unauffällig, passt bequem in jede Tasche und mutet dabei an, wie ein völlig normales Smartphone.


Macht sich der Nutzer das bewusst, sinkt die Hemmschwelle, das Gerät in der Öffentlichkeit einzusetzen, deutlich, was einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bedeutet.


Selbstverständlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Design des Snow sehr schlicht und er bei näherem Hinsehen selbstredend als das zu erkennen ist, was er ist. Dennoch ist es etwas Anderes, wenn jeder beliebige Passant bereits aus der Ferne bemerkt, dass dort ein Sehbehinderter mit seiner Leselupe hantiert, oder ob es zunächst den Anschein hat, der Betreffende blicke lediglich auf sein Handy.